THERMUM P – Monopropylenglykol MPG

THERMUM P ist ein Langzeit-Frost- und Korrosionsschutzkonzentrat für den Einsatz als Wärmeübertragungsmedium. Die Produktreihe basiert auf Monopropylenglykol (MPG). Aufgrund ihrer Unbedenklichkeit können Sie selbige sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch in ökologisch sensiblen Anwendungsbereichen einsetzen. Für optimalen Frostschutz bieten wir je nach Einsatzzweck verschiedene Konzentrationen an. 

THERMUM P-Produkte sind keine Gefahrstoffe, jedoch schwach wassergefährdend nach AwSV (Wassergefährdungsklasse 1). Sie sind nicht toxisch, gut biologisch abbaubar und enthalten keine Nitrite, Nitrate, sekundäre Amine, Phosphate, Borate und Silikate.

Werkstoffverträglichkeiten

  • Die im Anlagen- und Heizungsbau üblicherweise verwendeten Materialen werden bei ordnugsgemäßer Konzentration und Befüllung i.d.R. nicht angegriffen. Das gilt auch für Dichtungen und Dichtungspakete.
  • Nicht beständig sind Polyurethan-Elastomere, Phenol-Formaldehydharze sowie Weich-PVC.

KENNWERTE

  • Spezifisches Gewicht bei 20 °C 1,05 g/ml 
  • Aussehen klare, blau eingefärbte Flüssigkeit 
  • pH-Wert (1:1 mit neutr. Wasser) 7,5 – 8,5
  • Siedepunkt Konzentrat > 150 °C  
  • Stockpunkt Konzentrat < -15 °C 
  • Flammpunkt (°C) > 100 °C 
  • Brechungsindex 1,432 – 1,435 
  • Viskosität bei 20 °C 70 mm2/s 
  • Wassergehalt < 1,0% 
  • Kein Gefahrgut, Wassergefährdungsklasse 1

KORROSIONS- UND ABTRAGSRATEN

in g/m2 (Prüfmethode nach ASTM D 1384) 

  • Kupfer 0,8 (max. zulässiger Wert lt. ASTM D 1384 = 3,6) 
  • Messing 0,8 (3,6) 
  • Stahl 1,6 (10,9) 
  • Weichlot -0,1 (3,6) 
  • Grauguss 0,9 (3,3) 
  • Aluminium 0,3 (10)
  • Das farblose THERMUM P ist mit allen Frostschutzmitteln auf Basis Monopropylenglykol (MPG) mischbar.
  • Mindestkonzentration mit Wasser: > 25 Volumen-%.
  • Bei Unterkonzentration besteht Korrosionsgefahr.
FrostschutzWasser in Vol-%THERMUM P in Vol-%
-14 °C7030
-17 °C6535
-21 °C6040
-26 °C5545
-32 °C5050

ANWENDUNGSRICHTLINIEN

  • Vor dem Befüllen gründlich spülen, um Schmutzreste aus dem System zu entfernen. Erst danach mit THERMUM P befüllen. 
  • Nach dem Befüllen der Anlage ist darauf zu achten, dass sich keine Luftpolster im System befinden. 
  • Grundsätzlich sollte der Wärmeträgerkreislauf als geschlossenes System mit Membran-Druckausgleichgefäßen nach DIN 4807 ausgeführt werden. 
  • Es sollten nur diffusionsarme Verbindungselemente oder Schläuche verwendet werden, da Sauerstoffeinträge grundsätzlich die Korrosionsinhibitoren verbrauchen. 
  • Verzinkte Bauteile sind ungeeignet, da Zink beim Kontakt mit Glykolen abgelöst wird.
  • Sollten Lötverbindungen nicht aus Ag- oder Cu-Hartlot bestehen, muss das System gründlich gespült werden.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen THERMUM E und THERMUM P?

Die Einsatzgebiete der beiden Produkte überschneiden sich. Die wichtigsten Unterschiede sind allerdings die Lebensmitteltauglichkeit und der Frostschutz. THERMUM E ist nicht für den Lebensmittelsektor zugelassen, bietet aber bessere Frostschutzeigenschaften. THERMUM P hingegen ist für die Lebensmittelindustrie zugelassen und kann somit im Lebensmittelsektor und ökologisch sensiblen Bereichen eingesetzt werden. Thermum P bietet einen leicht schwächeren Frostschutz.

VERSAND, LAGERUNG, ENTSORGUNG:

  • Die Anlieferung erfolgt in Gebinden à 20, 200 und 1000 Liter oder im Tankwagen.
  • Beim Umgang mit THERMUM P sind die mit dem Umgang von Chemikalien üblichen und notwendigen Schutzmaßnahmen zu beachten. 
  • THERMUM P Produkte müssen vor Sonnen- und Hitzeeinwirkungen geschützt gelagert werden, nur dann ist bei ungeöffneten Gebinden eine Haltbarkeit von 3 Jahren gewährleistet.
  • Die Gebinde können grundsätzlich als Mehrwegverpackung eingesetzt werden.
  • Die Entsorgung sollte nach den jeweils gültigen Vorschriften erfolgen.